Böker Kunst
Kunsthandel, Einrahmungen, Restaurierung und Eigene Werke

Ludovic Rodo Pissarro

(1878 - 1952)
L. R. Pissarro wurde 1878 als vierter Sohn des Camille Pissarro in Paris geboren und wurde schon in frühen Jahren von seinem Vater dazu ermutigt nach der Natur zu zeichnen. Da er in der Familie nur Rodo genannt wurde, signierte er seine frühen Werke ebenfalls mit Rodo. Später signierte er "Ludovic Rodo". Zweifelsfrei lag es am Einfluss seines berühmten Vaters Camille, das er sich alle Techniken der künstlerischen Produktion aneignete. 1894, mit 16 Jahren veröffentlichte er seine ersten Holzschnitte im Journal "Anarchist" bei Pere Peinard. Als sein Vater ebenfalls 1894 Frankreich wegen staatsfeindlicher Aufstände aus Sicherheitsgründen in richtung Belgien verließ, folgte ihm Rodo. 

1898 bezog er gemeinsam mit seinem Bruder Georges sein erstes Atelier am Montmartre und fand im Nachtleben von Paris, mit all seinen Cafes, Theatern, Cabarets und Varietes die Inspiration und Motive für viele seiner Werke. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Paulèmile befreundete er sich mit Raoul Dufy, Kees van Dongen, und Maurice de Vlaminck und nahmen 1905 an einer Gemeinschaftsausstellung im Salon des Indépendents teil. Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges zog Rodo nach England und lebte einige Jahre in der Gegend um London. Er arbeitete hier eng mit seinem Bruder Lucien zusammen und beide gründeten die Gruppe "Monarro" mit dem Ziel, moderne Malerei, gründend auf dem Impressionismus auszustellen. Viele Werke Ludovic Rodos die hier entstanden sind, stellen hauptsächlich die Landschaft um London dar. 

1924 kehrte Rodo nach Frankreich zurück und verbrachte seine Zeit in Paris und Les Audelys in der Normandie. 1939 veröffentlichte er ein 2-bändiges Werksverzeichnis über das Werk seines Vaters Camille Pissarro.