Böker Kunst
Kunsthandel, Einrahmungen, Restaurierung und Eigene Werke

Eugène Dücker

(1841 Kuressaare - 1916 Düsseldorf)
Nach erster Ausbildung durch den Landschaftsmaler F. S. Stern in Kuressaare (Arensburg) besuchte Dücker die Kunstakademie in St. Petersburg. Ab 1863 Studienaufenthalte in Deutschland und in der Schweiz, später Holland, Belgien und Frankreich und 1874 Italien. Mehrfach führten ihn Reisen an die Ost- und Nordsee. 1864 ließ er sich in Düsseldorf nieder und übernahm ab 1872 die Nachfolge von O. Achenbach als Professor der Landschaftsklasse der Kunstakademie. Während dieser Lehrtätigkeit, die er bis zu seinem Tod ausübte, bildete Dücker zahlreiche bedeutende Schüler aus, darunter M. Clarenbach, O. Jernberg, F. Kallmorgen, E. Kampf, H. Liesegang, W. Ophey und nahm dadurch entscheidend Einfluss auf die Entwicklung der Düsseldorfer Landschaftsmalerei. Die Norddeutsche Landschaft mit ihren Ost- und Nordseestränden, die Insel Sylt sowie später der Harz und die Oldenburger Heide waren die bevorzugten Motive seiner Gemälde. 

Die Bilder geben einfache, unsensationelle Landschaftsausschnitte wieder und sind durch weitgehenden Verzicht auf jegliche Art von Staffage gekennzeichnet. Bildbeherrschend ist der Eindruck der Ruhe in der Natur. Das Kolorit basiert nur auf wenigen Farbwerten die er aber in einem großen Nuancenreichtum entfaltet und mit denen er die koloristischen Erscheinungen der Natur umsetzt. Mit seinen Werken steht Dücker der französischen Freilichtmalerei nahe und leitete seine Schüler und Kollegen zu einer modernen Landschaftsauffassung an.


Eugène Dücker Feldweg mit Bäuerin


- Feldweg mit Bäuerin -

Öl auf Pappe 1887, links unten handsigniert, rückseitig datiert, 31 x 46 cm, gerahmt, 

Preis auf Anfrage